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Schriftstücke

Ein Fluss aus Tränen.

Hinfort gerissen von einer Strömung aus Nichts.

Mündet in die tiefen Weiten der Unendlichkeit.

Und sammelt sich in einem Becken der Trauer.

Erhaben und still.

Rauschend und wild.

Majestätisch.

Einsam.

Vollkommen.

Der Wasserfall.

29.10.13 14:00


Sonnenschein.

Sanfte Wogen.

Ewige Liebe.

Ewiges Leid.

Hände, die zu Stein sich wandeln.

Körper, der zu Sand zerfließt.

Blau und rot der Sand sich färbt.

Schmerz, der den Stein besiegt.

Für heute.

Niemals ewiglich.

Starke Wogen.

Dunkelheit.

 

28.10.13 16:27


Wie viele Stunden liegst du schon wach?

Hast du sie gezählt?

Oder hast du sie einfach verstreichen lassen?

Du liegst in deinem Bett und lässt dich treiben.

Du treibst weit.

Hinaus ins offenen Meer.

Du lässt dich von den Wellen nicht stören.

Sie versuchen dir den Atem zu rauben.

Sie versuchen dich zu einer von ihnen zu machen.

Dir die Luft zu nehmen.

Deine Erinnerungen wegzuspülen.

Du würdest es dir wünschen, doch es gelingt ihnen nicht.

Du beginnst zu weinen.

Doch auch die Tränen verändern nichts.

Du hältst die Luft an.

Hörst auf zu atmen.

Und plötzlich ist alles ganz leicht.

Du schwebst.

Die Erinnerungen sind weg.

Du fühlst dich frei.

Du suchst dir eine Wolke und fliegst davon.

Jetzt bist du erlöst.

Du hast, was du immer wolltest.

Du hast die Unendlichkeit.

Und die Unendlichkeit hat dich.

28.10.13 16:20


Musik.

Meine Droge.

Meine Begierde.

Mein Leben.

Mein Weg in die Freiheit.

Sie macht alles erträglich.

Das Leid.

Die Demütigung.

Den Schmerz.

Sie heilt die Wunden.

Die Wunden, die jeden Tag aufs Neue aufgerissen werden.

Von ihnen.

Den Realisten.

Menschen ohne Fantasie.

Leere Hüllen des Grauens.

Sadisten ohne Gefühle.

Erschreckend.

Doch so war.

Die Musik.

Süße Musik.

Lass mich noch mehr von dir kosten.

Ich falle in einen Rausch.

Tanze.

Schreie.

Lebe.

Vergesse.

Nie soll diese Strophe enden.

Deine Klänge sollen ewig sein.

Sollen für immer hallen.

Und für immer bleiben.

 

27.10.13 11:56


Sie ist weg.

Wie fühlst du dich?

Schlecht oder befriedigt?

Wenn du über deine Brust streichst kannst du es noch spüren.

Das Brennen.

Das Brennen der offenen Wunden, die sie zurückließ als sie ging.

Es gefällt dir.

Jeder Stich erinnert dich an sie.

Und jede Flamme entfacht ein neues Verlangen in dir.

Du kannst dich nicht länger beherrschen.

Deshalb beginnst du zu schreien.

Das Schreien befreit deine Seele.

Doch das willst du gar nicht.

Du willst an sie denken.

Du willst an jene Nacht denken, als sie dein Herz vor deinen Augen in tausend Teile riss.

Du willst das.

Du brauchst das.

Denn du liebst sie.

Welch dummer Fehler.

Du weißt, dass sie sich niemals wird binden können.

Dafür ist sie zu frei.

Gleich einer Elfe fliegt sie durch die Welt.

Mit ihren schwarzen Flügeln auf dem Rücken und einem dunklen Sturm in der Brust.

Angetrieben von einer unberechenbaren Macht.

Sie ist unerreichbar für dich.

Denn sie schwebt auf ewig über den Wolken.

27.10.13 11:43


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